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Eichenberg

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Die Gemeinde Eichenberg, etwa in der Mitte einer gedachten Verbindungslinie zwischen Suhl und Themar gelegen, ist eine der kleineren Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft „Feldstein“.

 

Eine gesicherte urkundliche Ersterwähnung findet Eichenberg im Jahr 1130 in einem von  Heinrich dem Abt von Fulda bekundeten Tausch von 12 Dörfern zum Nutzen seiner Kirche mit Grafen Gotebold von Henneberg. Unter den genannten befindet sich auch Eichenberg mit fünf Höfen. Zwar wird in einem bereits auf das Jahr 1111 datierten Brief von Kaiser Heinrich V. die Schenkung zweier Gebiete südlich des Rennsteigs durch Gebhardt von Nordeck im Namen der Grafen von Henneberg an das Kloster Reinhardsbrunn bestätigt, in dem erstmalig unter anderem der Name „Eychyneberg“ als Grenzmarkierung auftaucht. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese Urkunde eine von mehreren im Zeitraum um 1160 – 65 entstandenen Reinhardsbrunner Fälschungen ist. Zudem ist nicht sicher belegt, ob es sich tatsächlich, wie lange Zeit angenommen, um den Ort Eichenberg handelt. Für den Ortsnamen finden sich zwei Deutungen. Eine geht davon aus, dass er aus dem altkeltischen Wort „Aighe“, was soviel wie Höhe bedeutet, hervorgegangen ist. In anderen Quellen wird der Name auf ausgedehnte Eichenbestände, die es hier gegeben haben soll, zurückgeführt.

 

Eichenberg, ein typisches Haufendorf am Fuße des Schneeberges, der mit 692m höchsten Erhebung des sogenannten „Kleinen Thüringer Waldes“ bietet dem Besucher eine von der dominierenden Land- und Forstwirtschaft geprägte reizvolle hügelige Kulturlandschaft, gekennzeichnet von Wiesen, Mischwäldern und Streuobstwiesen. Von den das Dorf umgebenden Höhen, dem Höhn und Hofberg im Westen, dem Roten Hügel im Nordosten, besonders aber vom Schneeberg im Norden, eröffnen sich wunderschöne Ausblicke über das sich nach Süden hin zum Nachbardorf Lengfeld erstreckende Tal mit Bachauen und darüber hinaus zum südwestlichen Vorland des Thüringer Waldes bis hin zu den Gleichbergen bei Römhild, auf die Rhönberge oder hinüber zum Thüringer Wald.

 

Geologisch interessant ist die markante Trennung der Flur durch eine Verwerfungsspalte, den sogenannten „Marisfelder Grabenbruch“, in ein Muschelkalkgebiet südwestlich und ein Bundsandsteingebiet nordöstlich der Hauptstraße. Interessante Ausflugsziele erreicht man über ein gut beschildertes Wanderwegenetz mit Schutzhütten und Sitzmöglichkeiten, das an den Rennsteig-Dolmar-Weg anschließt. Unterwegs begegnen dem naturverbundenen Wanderer neben einer reichhaltigen Flora mit einigen unter Naturschutz stehenden Baumgruppen und der „dicksten“ Weißtanne Thüringens sehenswerte Boden- und geologische Denkmale wie das Kroatenkreuz, das an den dreißigjährigen Krieg erinnert, oder der Feldstein, ein Säulenbasaltfelsen nahe der Nachbargemeinde Lengfeld.

 

In der Gemeinde gibt es eine Vielzahl von sehenswerten Fachwerkgebäuden, die als Zwei­seiten- oder Einhausgehöfte erbaut wurden und die größtenteils in ihrer historischen Form erhalten geblieben sind. Eine kleine Parkanlage mit Brunnen in der Ortsmitte lädt zum Verweilen ein. Daneben erhebt sich auf  einer Anhöhe die das Ortsbild prägende Kirche. Im Mittelalter als Wehrkirche erbaut, soll sie die zweitälteste der hiesigen Gegend nach der von Leutersdorf sein. Bereits im Jahr 1349 bekam die Kapelle zu Eichenberg vom Bischof Albrecht zu Würzburg die Erlaubnis, einen Taufstein aufzustellen.

 

Das kulturelle Leben und die Geselligkeit, besonders vom sehr aktiven Feuerwehrverein unterstützt, kommen in der Dorfgemeinschaft nicht zu kurz. Jeweils am letzten Sonntag im April wird mit einer Sternwanderung zum inzwischen traditionellen Schneebergfest die Tourismussaison im Kleinen Thüringer Wald eröffnet. Weitere Dorffeste, wie das Backhausfest im August, die traditionelle Kirmes Ende Oktober und nicht zu vergessen, ein vorweihnachtliches Kirchturmblasen finden alljährlich bei den Bewohnern und Besuchern aus nah und fern großen Anklang.





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