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Projektverlauf

Januar 2021

Der Ausbau startet

Der Breitbandausbau in der VG Feldstein startet mit leichter zeitlicher Verzögerung.

 

Auch wenn auf den „Spatenstich“ pandemiebedingt bisher verzichtet werden musste, wird das Ausbauprojekt in der VG Feldstein weiter vorangetrieben. Nachdem in den zurückliegenden Monaten und letzten Wochen die Feinplanungen abgeschlossen und auch die notwendigen Genehmigungsverfahren sowie Beteiligungen der Träger öffentlicher Belange nahezu abgeschlossen werden konnte, startet die praktische Umsetzung des Breitbandausbaus im VG Gebiet.

Die praktische Umsetzung bzw. der Zeitplan wird hierbei nicht nur von der jeweiligen Witterungslage beeinflusst, sondern auch von örtlichen Gegebenheiten oder Belangen des Naturschutzes, welcher bei der Trassenführung insbesondere außerhalb der Ortslagen berücksichtigt werden muss und wird.

So beginnen die Tiefbauarbeiten auch größtenteils mit der Herstellung der Leitungstrassen zwischen den Orten und hier aktuell im Bereich Tachbach/Grub und somit auch weitestgehend noch unbemerkt von den Einwohnern.

Weiterhin soll, sofern es die Witterungslage zulässt ab 15.02.2021 die Erschließung der Ortslage Wachenbrunn erfolgen. In den nächsten Wochen und Monaten werden dann die Ausbauarbeiten sukzessive auf die weiteren Mitgliedsgemeinden der VG erweitert.

Mit der Bauausführung wurde seitens der Thüringer Netkom GmbH  ein regionales Unternehmen aus Südthüringen beauftragt. Hier wird die FFK- Kabel- und Rohrleitungstiefbau GmbH mit Sitz in Schmalkalden/OT Wernshausen tätig.

Weiterhin wird die FFK GmbH von einem weiteren regionalen Unternehmen, nämlich der SNG Networkservice GmbH aus Römhild unterstützt. Die SNG wird in Wachenbrunn vor Ort tätig werden.

In der Verwaltungsgemeinschaft Themar wird bis Ende 2022 ein großflächiges Glasfasernetz zur Breitbandkommunikation aufgebaut. Mit der Unterzeichnung des sogenannten Zuwendungs-vertrages zwischen der VG Feldstein und der Thüringer Netkom GmbH am 16.01.2020 wurde dieses Infrastrukturprojekt unter Dach und Fach gebracht. Den Zuschlag für den Bau des Glasfasernetzes hatte die in Weimar ansässige Thüringer Netkom GmbH nach einem mehrere Monate dauernden Ausschreibungsverfahren bekommen - insgesamt 4,249 Mio. Euro sollen jetzt für den Netzausbau fließen.

Rund 270 Haushalte, 42 Unternehmen und Gewerbebetriebe sowie zwei Schulen erhalten damit Zugang zu moderner Breitbandkommunikation auf Glasfaserbasis. Alle neuen Anschlüsse werden dabei von der Thüringer Netkom als Glasfaserverbindungen direkt in die Gebäude und Wohnungen gelegt. Alte Kupfer/DSL-Technik kommt im Zuge dieses Erschließungsprojektes ausdrücklich nicht mehr zum Einsatz. Damit sind auch für Privatkunden Bandbreiten bis 1 Gigabit/s verfügbar. 104 Kilometer Glasfaserkabel müssen insgesamt verlegt werden, dafür sind rund 54 Kilometer Tiefbau- und Schachtarbeiten erforderlich. Zudem kann an verschiedenen Stellen bereits vorhandenes Leerrohr genutzt werden. 

Das Projekt beschäftigt die VG Feldstein bereits seit 2015. Hier wurde mit der Planung und Fördermittelantragstellung begonnen. Ganze 4 Jahre sollte es dauern, bis in Dezember 2019 der endgültige Fördermittelbescheid des Bundes und des Landes im Empfang genommen werden konnte. Aus dem Bundesförderprogramm Breitband flossen so 3,054 Mio. Euro, die Thüringer Landesförderung betrug nochmal 1,309 Mio. Euro wobei hier der Eigenanteil der Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft mit übernommen wurde.

Am Ausbauprojekt sind folgende Firmen beteiligt:

 

für den Ausbau verantwortliches TK- Unternehmen:

Thüringer Netkom GmbH

 

beauftragtes Planungsbüro:

Ingenieurgesellschaft PPHT mbH, Kronach

 

Bauausführung:

FFK- Kabel- und Rohrleitungstiefbau GmbH,

Schmalkalden/OT Wernshausen

SNG- Networkservice GmbH, Römhild

 

September 2020

Feinplanung schreitet voran

In den zurückliegenden Wochen und aktuell werden die notwendigen Feinplanungen für den Breitbandausbau vorgenommen.

Die Thüringer Netkom GmbH hat hierfür mit der Ingenieurgesellschaft PPHT mbH aus Kronach einen kompetenten und regional verwurzelten Partner beauftragt. Die Ingenieurgesellschaft hat in den vergangenen Wochen die notwendigen Feinplanungen der Trassen sowie Standorte für Multifunktionsgehäuse und KVZ  vorgenommen. Aktuell erfolgen die notwendigen Beteiligungen der Grundstückseigentümer, deren Grundstücke von der Trassenführung betroffen sind sowie der Träger öffentlicher Belange und Einholung notwendiger Genehmigungen (z.B. Straßenbaubehörde, Denkmalschutz, Umweltbehörden usw.).

Mit der Bauausführung wurde seitens der Thüringer Netkom GmbH  ein regionales Unternehmen aus Südthüringen beauftragt. Hier wird die FFK- Kabel- und Rohrleitungstiefbau GmbH mit Sitz in Schmalkalden/OT Wernshausen tätig. Mit der FFK GmbH wird eine Firma tätig, welche schon früher bei anderen Bauprojekten im Gebiet tätig war- sich also in der Region auskennt und auch schon Kontakte zur VG Feldstein hatte.

Weiterhin erfolgten durch die Thüringer Netkom GmbH die Einholung der Einverständniserklärung der betroffenen Grundstückseigentümer für die Herstellung der Hausanschlüsse.

Der tatsächliche Baubeginn soll, sofern alle Genehmigungen vorliegen und die Witterungslage es zulässt, in der 49 Kalenderwoche 2020 starten. Die Bürger werden hiervon noch nicht viel bemerken- begonnen wird außerhalb der Ortslagen mit der Trassenführung Tachbach/ Grub im Waldgebiet. Ursächlich hierfür ist, dass für diese Maßnahme mit Hinblick auf den Umwelt- und Naturschutz nur ein begrenzter Zeitraum zur Verfügung steht.

Weiterhin ist – sofern die Witterungslage es zulässt- zum Jahresbeginn 2021 der  Baustart in Wachenbrunn geplant.

Leider können wir aufgrund der Pandemielage aktuell keine Einwohnerversammlung oder Informationsveranstaltung für die Bürger vor Ort durchführen. Wir sind aber bemüht, die Bürger über andere Wege (Flyer, Postwurfsendung, Amtsblatt) über die Maßnahmen zu informieren.

 

Januar 2020

Zuwendungsvertrag unterzeichnet

In der Verwaltungsgemeinschaft Themar wird bis Ende 2022 ein großflächiges Glasfasernetz zur Breitbandkommunikation aufgebaut. Mit der Unterzeichnung des sogenannten Zuwendungs-vertrages zwischen der VG Feldstein und der Thüringer Netkom GmbH am 16.01.2020 wurde dieses Infrastrukturprojekt unter Dach und Fach gebracht. Den Zuschlag für den Bau des Glasfasernetzes hatte die in Weimar ansässige Thüringer Netkom GmbH nach einem mehrere Monate dauernden Ausschreibungsverfahren bekommen - insgesamt 4,249 Mio. Euro sollen jetzt für den Netzausbau fließen.

Rund 270 Haushalte, 42 Unternehmen und Gewerbebetriebe sowie zwei Schulen erhalten damit Zugang zu moderner Breitbandkommunikation auf Glasfaserbasis. Alle neuen Anschlüsse werden dabei von der Thüringer Netkom als Glasfaserverbindungen direkt in die Gebäude und Wohnungen gelegt. Alte Kupfer/DSL-Technik kommt im Zuge dieses Erschließungsprojektes ausdrücklich nicht mehr zum Einsatz. Damit sind auch für Privatkunden Bandbreiten bis 1 Gigabit/s verfügbar. 104 Kilometer Glasfaserkabel müssen insgesamt verlegt werden, dafür sind rund 54 Kilometer Tiefbau- und Schachtarbeiten erforderlich. Zudem kann an verschiedenen Stellen bereits vorhandenes Leerrohr genutzt werden. 

Die Antragstellung für die Fördermittel hatte die Verwaltung der VG Feldstein in Themar übernommen. Aus dem Bundesförderprogramm Breitband flossen so 3,054 Mio. Euro, die Thüringer Landesförderung betrug nochmal 1,309 Mio. Euro wobei hier der Eigenanteil der Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft mit übernommen wurde. Bis zur kompletten Fertigstellung wird mit einer Bauzeit rund drei Jahren gerechnet - der Baubeginn erfolgt nach Abschluss der Planungsphase Mitte dieses Jahres. 

 

Dezember 2019

Fördermittel für den Breitbandausbau  für das Projektgebiet „VG Feldstein“ bewilligt

Die langersehnten finalen Fördermittelbescheide des Bundes und des Freistaates Thüringen für den Breitbandausbau im Gebiet der VG Feldstein sind Ende November in der Verwaltungsgemeinschaft eingegangen. Damit stehen Bundesmittel in Höhe von rund 3.054.661 Euro (Förderquote 70%) sowie Landesmittel in Höhe von rund 1.309.140 Euro (Förderquote 30%) zur Verfügung um 363 bisher unterversorgte Haushalte, 42 Unternehmen und institutionelle Nachfrager sowie 2 Schulstandorte mit Glasfaseranschlüssen auszubauen. Durch das Förderprogramm werden bestehende Versorgungslücken geschlossen, bei denen sich ein eigenwirtschaft­licher Ausbau für die Telekommunikationsunternehmen aufgrund der zu hohen Kosten nicht lohnt.

Erfreulich ist hierbei, dass die finalen Förderbescheide für das Projektgebiet eine Zuwendung gewähren, die in der Gesamthöhe die aufzubringenden Kosten i.H.v. rund 4.363.801 Euro zu 100% finanziert. Hierbei sei angemerkt, dass beide Fördermittelgeber sich mit diesen Zuwendungsbescheiden auch bereit erklärt haben, die sich im Ergebnis des Vergabeverfahrens ergebenen erheblichen Mehrkosten zu tragen. Der Freistaat Thüringen hat darüber hinaus mit der gewährten Zuwendung im finalen Förderbescheid auch entschieden, die noch im vorläufigen Bescheid bestehenden Eigenanteile der Gemeinden (10%) zu tragen. Dies bedeutet, keine der am Projekt beteiligten Gemeinden muss für die Finanzierung Eigenanteile aufbringen. Dies wäre angesichts der finanziellen Lage manch einer Gemeinde und der hier aufzubringenden Eigenanteile (in einigen Fällen 100.000 Euro und mehr) nicht von allen Gemeinde machbar gewesen.

In der VG profitieren vom Ausbau 13 Gemeinden. Nach über 2 Jahren intensiver Arbeit für die Planung und Antragstellung der Infrastrukturmaßnahme ist jetzt endlich der Vertragsabschluss mit dem Netzbetreiber in Sicht. Aufgrund der mehrmaligen Aktualisierung der Förderbedingungen mussten die Förderanträge immer wieder angepasst werden. Dadurch eröffnete sich aber für die VG auch die Möglichkeit, die Schulstandorte in das Förderprogramm mit aufzunehmen und die neue Gigabit-Ausbaustrategie des Bundes umzusetzen. Bei dem geförderten Netzausbau werden Glasfaser­leitungen direkt bis zum Gebäude verlegt. Damit stehen jedem angeschlossenen Nutzer Datenübertragungsraten von 1 Gbit/s zur Verfügung.

Nunmehr kann mit dem wirtschaftlichsten Anbieter, der Thüringer Netkom in Kürze der Zuwendungsvertrag unterzeichnet werden und der Netzausbau beginnen.  Vorausgegangen war entsprechend der vergaberechtlichen Vorschriften ein mehrstufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, an dem sich mehrere Unternehmen aus Deutschland beteiligten. Entsprechend des bisherigen Ausbauplans soll der Netzausbau im kommenden Jahr zeitnah beginnen. Die Thüringer Netkom geht aktuell von einer Ausbauzeit von 26 Monaten aus, welche natürlich auch in Abhängigkeit der vorhandenen Ausbaukapazitäten steht. Sollte die Einhaltung des Zeitplanes gelingen, könnten spätestens Anfang 2022 die betroffenen Haushalte über einen Glasfaseranschluss verfügen.

Über die weiteren Verfahrensabläufe und Zeitschienen werden wir berichten.

Das von der Förderung betroffene Projektgebiet umfasst: Ahlstädt, Bischofrod/Keulrod, Grub, Grimmelshausen, Henfstädt, Kloster Veßra/Neuhof, Lengfeld, Oberstadt, Marisfeld, Reurieth, Schmeheim, St. Bernhardt sowie die Stadt Themar inkl. Ortsteile Wachenbrunn, Tachbach

 

 

 

05.02.2018

Bekanntmachung für die Vergabe einer Konzession auf dem Portal www.breitbandausschreibungen.de

 

Die VG Feldstein als Projektführer hat heute am 05.02.2018 die Bekanntmachung der Ausschreibung der Verwaltungsgemeinschaft Feldstein über eine Konzession zum Bau und Betrieb eines flächendeckenden Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetzes im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Feldstein auf der Plattform www.breitbandausschreibungen.de veröffentlicht. Das Verfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen durchgeführt. In Teilnahmewettbewerb werden nach vorgegebenen Eignungskriterien geeignete Bewerber ausgewählt, die zur Einreichung eines Angebots aufgefordert werden. Innerhalb der gesetzten Frist sind Teilnahmeanträge,bei dem öffentlichen Auftraggeber einzureichen. Die Anforderungen sowie einzureichende Unterlagen können die Bieter aus dem Begleitdokument entnehmen, welches sowohl auf der Plattform www. breitbandausschreibungen.de als auch auf dieser Webseite unter "Aktuelle Meldungen" eingesehen werden kann.

 

 

August 2017

weiteres Etappenziel erreicht – VG Feldstein bekommt für den Breitbandausbau Fördermittel vom Bund

Am 24.02.2017 hatte die VG Feldstein Antrag auf Fördermittel für den Breitbandausbau fristgemäß beim Bund eingereicht (wir informierten hierüber im Amtsblatt 03/2017) – und dann war lange Zeit nichts mehr zu hören. Im Mai 2017 wurde die VG aufgefordert, Detailfragen des Antrages zu konkretisieren bzw. weitere Unterlagen nachzureichen- und wieder war danach nichts zu hören.

 

Seit dem 02.08.2017 hat sich das nunmehr geändert - an diesem Tag ging in der Verwaltungsgemeinschaft Feldstein der Bescheid über die Bewilligung von Mitteln aus der Bundesförderung für den Bereich der VG Feldstein und Stadt Themar ein. Somit ist ein weiteres Etappenziel auf dem Weg des geplanten Breitbandausbaues in den Mitgliedsgemeinden der VG Feldstein und der Stadt Themar erreicht. Für den Breitbandausbau wurden der VG Feldstein mit diesem Bescheid seitens des Bundes im Rahmen des 4. Förderaufrufes eine Fördersumme in Höhe von 1.206.167 Euro bewilligt. Die Gesamtinvestition für unser Projektgebiet, um die identifizierten weißen Flecken in den Mitgliedsgemeinden mit einem Breitbandanschluss mit einer Mindestübertragungsrate von 50 Mbit/pro Sekunde zu versorgen, betragen nach dem jetzigen Stand der Planung zirka 2,2 Millionen Euro. Gebiete, die bereits einen Ausbaugrad von 30 Mbit/pro Sekunde aufweisen (hier die Gemeinden Beinerstadt, Dingsleben, Ehrenberg und Eichenberg) fallen nicht unter diese Förderung. Die Wirtschaftlichkeitslücke, das heißt die Differenz zwischen der Investition und den zu erwartenden Einnahmen des Telekommunikationsunternehmens, sind entsprechend der vorliegenden Planungen bei zirka 1,7 Millionen einzuordnen. Diese Wirtschaftlichkeitslücke ist Gegenstand der Förderung von Bund und Land. Die Bundesförderung beträgt hierbei 1,2 Millionen Euro (70 Prozent) und die Landesförderung rund 345.000 Euro (20 Prozent). Für die Landesförderung liegt der VG Feldstein ebenfalls eine entsprechende Zusage des Landes vor. Rund 175.000 Euro (10 Prozent) müssen die beteiligten 14 Gemeinden als Eigenmittel selbst aufbringen. Auch wenn das in der Summe nicht viel erscheinen mag, muss eingeschätzt werden, dass die Aufbringung der Eigenmittel für die eine oder andere Gemeinde ein Kraftakt bedeutet. Das alle Gemeinden, die den Fördervoraussetzungen entsprechen, sich am Projekt beteiligen und hier zusammenarbeiten wollen, hatten diese bereits im Frühjahr beschlossen und mit dem Abschluss von Zweckvereinbarungen bekundet. Der Förderzeitraum endet im Oktober 2018 – und stellt somit einen recht ehrgeizigen Zeitplan dar. Denn mit der Bewilligung der Fördermittel alleine ist es nicht getan. Bei einem solchen Investitionsvolumen macht sich eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Aufgrund der Komplexität der Vergabeverfahren und Vergabeentscheidung mussten bereits andere Gemeinden, die die Fördermittel in einem vorhergehenden Verfahren erhalten haben, erkennen, dass es hierfür externer juristischer und technischer Beratung bedarf. Hier wurden bereits in verschiedenen Regionen Thüringens auf Vorschlag des Landes Vereinbarungen über eine gemeinsamen Auftragsvergabe für die "Rechtsdienstleistung für die Konzeptionierung und Begleitung von Verfahren zur Durchführung des geförderten Breitbandausbaus" beschlossen und auch die VG Feldstein prüft derzeit, sich einer solchen anzuschließen. Ebenfalls prüfen wir derzeit, inwieweit seitens des Landes Thüringen sich die Möglichkeit der Förderung der technischen Beratung ergibt. Ziel ist es die Ausschreibung schnellstmöglich auf den Weg zu bringen, um zeitnah ein Telekommunikationsunternehmen für den Ausbau gewinnen zu können.

Das von der Förderung betroffene Projektgebiet umfasst: Ahlstädt, Bischofrod, Grub, Grimmelshausen, Henfstädt, Kloster Veßra, Lengfeld, Oberstadt, Marisfeld, Reurieth, Schmeheim, St. Bernhadt sowie die Stadt Themar in unterschiedlichen Ausmasse; d.h. mit einer unterschiedlichen Anzahl von als „unterversorgt“ im Sinne der Förderrichtlinie zu bezeichnende Haushalte

 

 

 

März 2017

Schnelles Internet auch für Gemeinden der VG Feldstein - Fördermittelantrag ist gestellt

 

Schnelles Internet mit Übertragungsrate von 50 Mbit/S im Download, mindestens jedoch mit 30 Mbit/s soll nach den Willen von Bund und Ländern bald überall in Deutschland verfügbar sein - so auch in den Gemeinden der VG Feldstein. Um dies realisieren zu können, hatten die Gemeinden bereits im vergangenen Jahr den Entschluss gefasst, sich um Fördermittel aus dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau zu bemühen, da ein eigenwirtschaftlicher Ausbau aufgrund der Haushaltslagen der Gemeinden nicht oder nur schwer zu realisieren ist. Über das ausgerufene Förderprogramm des Bundes sowie die Co-Finanzierung des Landes Thüringen werden Fördermittel sowohl für die notwendige Planung und Vorbereitung eines derartigen Ausbauprojektes als auch der spätere Ausbau selbst gefördert.

Einen ersten wesentlichen Schritt auf den Weg zum eigentlichen Fördermittelantrag für den Breitbandausbau konnte die VG Feldstein bereits im vergangenen Jahr mit der Bewilligung von Fördermittel für Beraterleistungen in Höhe von 50.000 Euro bewältigen (wir berichteten im Amtsblatt Juni 2016). Mit diesem Betrag fördert der Bund sog. Beraterleistungen, die die Planung und Durchführung von Vorhaben wie das unsere und damit die Entwicklung förderfähiger Projekte und Beantragung entsprechender Fördermittel für anschließende Ausbauprojekte erleichtern.

Da zum Zeitpunkt der Bewilligung der Fördermittel für die Beraterleistung die VG schon Hinweise erhalten hatte, dass es sinnvoll wäre, für möglichst große Gebiete die Planung des Breitbandausbaus in Auftrag zu geben und den Fördermittelantrag hierauf auszurichten, haben wir bereits vor Beginn der Planungsphase das Projektgebiet über die Gemeinden der VG auf die Stadt Themar und deren Ortsteile Wachenbrunn und Tachbach ausgeweitet.

Die Fördermittel hat die VG in den zurückliegenden Monaten zweckentsprechen und zielgerichtet genutzt und nach Ausschreibung die MRK Media AG Dresden mit der Erfassung der Ist-Situation, der notwendigen Planung eines Breitbandausbaus sowie Erstellung einer Handlungsempfehlung für die Gemeinden sowie die Stadt Themar und Erarbeitung der notwendigen Unterlagen für den dann eigentlichen Fördermittelantrag beauftragt.

Wesentlicher Inhalt des Auftrages des beauftragten Planungsbüros war es, die Regionen und ganz konkret Haushalte in den Gemeinden der VG und der Stadt Themar , die über noch keinen Breitbandausbau - also Netzübertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 30 Mbit pro Sekunde verfügen und wo dies nicht durch die Telekommunikationsfirmen in den nächsten drei Jahre geplant ist - also die sogenannten „weißen Flecken“ adressgenau zu erkunden. Denn nur der Ausbau dieser weißen Flecken, also die Anschlüsse, welche als unterversorgt gelten und für die auch keine Telekommunikationsunternehmen in den nächsten 3 Jahren einen eigenwirtschaftlichen Ausbau planen, ist förderfähig.

Maßgeblich für die Feststellung, welche Gebiete als unterversorgt gelten und wo Telekommunikationsunternehmen in den nächsten 3 Jahren keinen eigenwirtschaftlichen Ausbau planen sind zum einen der Breitband- bzw. Infrastrukturatlas für Deutschland sowie auch die Angaben der Telekommunikationsunternehmen selber und nicht zuletzt das vorgeschriebene und in Regie des Landkreises erfolgte Markterkundungsverfahren.

Im Rahmen des Markterkundungsverfahrens gaben die in der Region vertretenen Telekommunikationsunternehmen für das gesamte Projektgebiet bekannt, ob und in welcher Form der eigenwirtschaftliche Breitbandausbau in den nächsten 3 Jahren geplant ist. Anhand dieser Angaben war es dann Aufgabe des beauftragten Planungsbüros diejenigen Regionen und hier nahezu adressgenau die sogenannten „weißen Flecken“ festzustellen, welche letztendlich aufgrund fehlender Betätigung bzw. fehlenden Ausbauinteresses der Telekommunikationsunternehmen nur über den Ausbau durch die Gemeinden versorgt werden können.

Hierbei kam es natürlich zu verschiedenen Situationen in den einzelnen Gemeinden, wobei im Ergebnis in 12 Gemeinden der VG und in der Stadt Themar insgesamt 363 Haushalte festgestellt werden konnten, die als unterversorgt gelten und nicht von einer Ausbauansage der Telekommunikationsunternehmen erfasst sind. Diese betroffenen Haushalte verteilen sich wiederum sehr unterschiedlich auf die einzelnen Gemeinden, zum Teil sind nahezu alle Haushalte der Gemeinde betroffen, in anderen Fällen nur einzelne. Im Ergebnis des Markterkundungsverfahrens und der hier abgegebenen Erklärungen der Telekommunikationsunternehmen war auch festzustellen, dass in den Gemeinden Beinerstadt, Dingsleben, Eichenberg und Ehrenberg keine „weißen Flecken“ im Sinne der Förderrichtlinie bestehen und diese Gemeinden somit aufgrund der Förderkriterien nicht von den Fördermitteln partizipieren können.

In Vorlage des Ergebnisses der MRK Media AG haben die betroffenen 12 Gemeinden sowie die Stadt Themar beschlossen, für den Ausbau und die Förderung ein Projektgebiet zu bilden und die VG Feldstein mittels Beschlüssen und Zweckvereinbarung mit der Aufgabe „Versorgung der Gemeinden und Stadt mit breitbandigen Internet“ im Rahmen des Bundesförderprogrammes beauftragt. Im Gegenzug hat die Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft in der Sitzung am 31.01.2017 die Aufgabenübernahme beschlossen.

Für den Ausbau selbst haben die Gemeinden nach langer Diskussion der Ergebnisse und der Handlungsempfehlungen des Planungsbüros MRK Media AG den Ausbau der sogenannten weißen Flecken im Rahmen des sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodels mit FTTC- Technologie beschlossen. Die Kosten für diesen Ausbau sind im Rahmen der ersten Grobplanungen für die Fördermittelbeantragung auf zirka 2 Millionen Euro veranschlagt, wobei wir von einer Fördermittelquote des Bundes von 70% und des Landes Thüringen von 20% ausgehen. Das Land Thüringen selbst hat bereits seine Unterstützung bei einer positiven Entscheidung des Bundes über den Fördermittelantrag gegenüber der VG schriftlich zugesagt.

Der von den Gemeinden aufzubringende voraussichtliche Gesamteigenanteil von 10% der Kosten beläuft sich demnach auf zirka 200.000 Euro, wobei auch hier die Einzelanteile jeder Kommune je nach zu versorgenden Haushalten stark variieren. Die Verwaltung der VG Feldstein hat am 24.02.2017 den Antrag auf Fördermittel für den Breitbandausbau fristgemäß beim Bund eingereicht. Nun bleibt abzuwarten, ob dieser sich im Scoring-verfahren des Bundes gegen die Anträge anderer Kommunen durchsetzen kann und erfolgreich ist. Mit einer Entscheidung ist mithin erst Anfang des III. Quartals dieses Jahres zu rechnen. Erst wenn es eine Förderzusage des Bundes gibt, kann die konkrete Ausbauplanung in Auftrag gegeben werden und der Breitbandausbau in der VG Feldstein Fahrt aufnehmen, so dass mit der tatsächliche Umsetzung in 2018/2019 zu rechnen ist.